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STÄDTISCHE ARBEIT |
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Der Ursprung dieser Art der Kinderarbeit ist die harte Realität der mittelamerikanischen Städte, in denen die Kinder in äußerster Armut leben. Häufig ist die einzige Möglichkeit, dieses Problem anzugehen, die Jüngsten der Familie Liedrigstlohnarbeiten anbieten zu lassen. Entsprechende Tätigkeiten werden in vielen städtischen Bereichen wie auf Märkten, in Parks, auf Plätzen, Straßen und an Busterminals, etc. angetroffen. Das ist auch der Grund, warum diese Form von Kinderarbeit von der Mehrheit der Bevölkerung ignoriert wird, denn diese Aufgabe ist so üblich, dass die Leute sie als normal annehmen.
Die üblichsten Tätigkeiten sind das Schuhputzen, der Straßenhandel, die Autoreinigung vor Verkehrsampeln, die Frauenarbeit in „las maquilas“ („la maquila“ bedeutet die Fabrik, wo Textilien hergestellt werden) und im Hausarbeitsbereich, sowie auch der Rauschgifthandel und das Geschäft mit Kinderprostitution.
Eine Variante der Kinderarbeit in Städten ist die sexuelle Ausnutzung von Minderjährigen. Diese Tätigkeit darf nicht als Prostitution verstanden werden, da es sich um kommerziellen sexuellen Missbrauch handelt: Dieser umfasst außer Prostitution und Pornographie auch den Handel mit Säuglingen und Jugendlichen. Hierbei handelt es sich um eine der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen überhaupt. Sie wird durchgeführt im globalen Netz der Sexindustrie, welche wiederum vom westlichen Sextourismus lebt.
Obwohl die Dimension dieses Phänomens, aufgrund der Heimlichkeit in welcher es stattfindet, nur schwer abzuschätzen ist, kann angenommen werden, dass in den meisten Fällen die Opfer der Kinderausbeutung Mädchen sind. In den letzten Jahren aber stieg die Zahl der männlichen Opfer.
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